Auf welches Textil Öko-Label sollte man achten?

Am Freitag, dem 6. Juni 2014, konnten einige Teilnehmer/-innen ihr Wissen über Textil Öko-Labels erweitern

Im Rahmen der Reihe “Wetterau im Wandel” kam Katharina Schaus, Expertin für Nachhaltigkeitsfragen in der Textilbranche und Gründerin von „itfits“, am vorigen Freitag in den Weltladen in Bad Nauheim. In dem Workshop “Kleine Textil Öko-Label Schule” gab sie den TeilnehmerInnen eine Einführung darüber, was man an Öko-Labels genau erkennen kann und wie dieses Wissen im Alltag angewandt werden kann.

Die Begriffe “Öko”, “Bio”, “Natürlich” und “Fair” werden mittlerweile in vielen Zusammenhängen benutzt und ihre scheinbare Werbewirksamkeit lässt nicht zu Unrecht Zweifel aufkommen. Die Einführung von Öko-Textil-Standards und Öko-Labels stellt eine Möglichkeit für mehr Transparenz in globalen Wertschöpfungsketten dar und außerdem für mehr Überprüfbarkeit dafür, wieviel “Bio”, “Öko” oder “Fair” in einem Produkt wirklich steckt. Doch mittlerweile gibt es eine Masse an Labels und Öko-Bezeichnungen, dass es schwer fällt, sich  darin zurecht zu finden.

Katharina Schaus lieferte einen Überblick über die Welt der Öko-Labels. Letztendlich müssen wir uns als Kunden darüber im Klaren sein, was wir von einem Produkt verlangen, und wie wir dies erkennen. Soll ein Kleidungsstück wenig Schadstoffe für bessere Hautverträglichkeit enthalten so können wir uns wohl nach dem OEKO-TEX® 100 Standard richten, ein unabhängiges Prüf- und Zertifizierungssystem, bei welchen Textilien auf Schadstoffe überprüft werden. Dies sagt jedoch noch nichts über ökologische und soziale Aspekte während der Produktion aus. Wenn wir uns darüber Gedanken machen, so helfen vielleicht die verschiedenen Fair Trade Standards, die uns Informationen über soziale Faktoren liefern können. Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist wohl eines der Labels, welches viele der Aspekte des Anbaus, der Produktion, des Handels und der Weiterverarbeitung beachtet.

Außerdem gab sie den Teilnehmern eine kleine Denkanregung mit auf den Weg. Die meisten Ressourcen werden während der Nutzungsphase eines Kleidungsstückes verbraucht, z.B. durch häufiges Waschen. Außerdem werden viele Kleider gekauft, nicht lange getragen und werden schon bald wieder ausrangiert, um Platz für neues zu Schaffen. Um also Nachhaltigkeit in der Textilbranche zu fördern, können wir alle einen Beitrag in unserem eigenen Leben leisten. Mehr Lieblingsstücke kaufen, die man öfter und länger tragen möchte, keine übermäßige Hygiene, lieber mal einen Tag mehr tragen…..diese kleinen Dinge könnten, wenn mehr Menschen so handelten, eine große Wirkung haben.

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