Sustainability go-go-go-go-goooool!

Nachhaltigkeit im Abseits? Ein Einwurf.

Der Fußball lebt von seinen einfachen Regeln. Dazu zählt sogar das Abseits. Das ist, wenn der Schiri pfeift. So einfach ist das.

 

Daraus zu schließen, dass die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft™ nachhaltig ist, wenn die FIFA dies behauptet, wäre dann aber doch zu einfach, selbst für Fußball-Verhältnisse.

 

Immerhin gibt es eine Nachhaltigkeitsstrategie für das aktuelle Turnier, 15 locker bedruckte Seiten schlank und hübsch in Grüntönen gestaltet (hat selbstredend mit den brasilianischen Nationalfarben zu tun und nicht etwa mit einem grünen Anstrich). Für die Zeit nach dem Turnier ist übrigens ein Nachhaltigkeitsbericht angekündigt, der sich an den GRI-Kriterien orientieren soll und auf den wir durchaus gespannt sind. Einige interessante Themen wird es ja geben, sei es die Umsiedlung von Menschen, die dort gewohnt haben, wo jetzt Stadien stehen, der Bau und die Nutzung von Stadien, die dort stehen, wo vorher Urwald stand, oder auch die Entscheidungswege, die dazu führen, wer wo Stadien bauen darf. Immerhin haben ein paar dieser Stadien Solarmodule auf dem Dach, wie man in Verlautbarungen der GIZ und von TÜV Rheinland – ihrerseits fast so internationale Dienstleister wie die FIFA – nachlesen kann. Da sei nicht unter den Rasen gepflügt, dass es rund um die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft™ auch kritische Stimmen gibt, etwa von der Heinrich-Böll-Stiftung, die auf die Fokussierung der Nachhaltigkeitsstrategie und -kommunikation auf das Thema Treibhausgasemissionen und auf die ungleiche Verteilung von Kosten und Nutzen.

 

Und so ist im Fußball doch manches wirklich ganz einfach, in Anlehnung an Gary Lineker: Fußball ist ein einfaches Spiel – 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnt die FIFA.

 

Tobias Engelmann

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