Wachstumswahn – Was uns in die Krise führt – und wie wir wieder herauskommen

Am Samstag, dem 20.9.2014, werden die Autoren Christine Ax und Dr. Friedrich Hinterberger erklären, wie es auch ohne das Streben nach endlosem Wachstum gehen könnte

Am Samstag, dem 20.9.2014, kommen Christine Ax und Dr. Friedrich Hinterberger von 15-18 Uhr ins Bibliothekszentrum in Friedberg, um einen Beitrag zu einer wichtigen und aktuellen Debatte zu leisten.

 

Wirtschaftlicher Wachstum gilt seit geraumer Zeit als das erstrebenswerte Ziel von Gesellschaften, die Messlatte für Erfolg und als ein verlässliches Anzeichen für eine Steigerung des Lebensstandards. In vielen Zusammenhängen wird das Streben nach Wachstum nicht hinterfragt und wenn das Bruttosozialprodukt innerhalb von einem Jahr ausreichend Prozentpunkte ansteigt, so löst das bei vielen Menschen das Gefühl aus, die Politik und Wirtschaft seien auf dem richtigen Weg und gesellschaftliche Herausforderungen leichter zu meistern. Doch viele ExpertInnen sind sich heutzutage einig – irgendwo liegt die Grenze des Wachstums, an welcher das Ökosystem nicht weiter ausgebeutet oder belastet werden kann und wo auch soziale und ökonomische Systeme nicht mehr funktionieren können…diese Idee gab es übrigens schon 1972 bei Dennis Meadows. Eine Reihe an Wissenschaftlern (z.B. Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Institut für Klima, Postwachstumsgesellschaft), politische Netzwerke (z.B. attac – Jenseits des Wachstums?!) und international organisierte Kongresse (Beispiel Degrowth Konferenz Leipzig 2014) beschäftigen sich aktuell in unterschiedlicher Weise mit den Fragen, welche negativen Auswirkungen in Zusammenhang mit dem Streben nach Wachstum in der Vergangenheit bereits beobachtet werden konnten, welche Konsequenzen in der Zukunft noch zu erwarten sein könnten und welche Alternativen es geben könnte. Der Komplexität des Themas entsprechend, sind die Ansätze vielseitig und der Status-Quo wird mit unterschiedlicher Radikalität kritisiert.

 

Die Wissenschaftler Christine Ax und Dr. Friedrich Hinterberger (aktuell aktiv am Sustainable Europe Research Institute (SERI)) sind derzeit im Zentrum der Diskussion und haben mit ihrem Buch “Wachstumswahn – Was uns in die Krise führt – und wie wir wieder herauskommen” ihren eigenen Beitrag zur Debatte geleistet. In der geplanten Veranstaltung (als Teil der Reihe “Wetterau im Wandel”) werden sie erklären, woher die Wachstumsbegeisterung in der Vergangenheit rührte, unterhaltsam und verständlich das Credo widerlegen, dass es ohne endloses Wachstum nicht geht, und zeigen, warum Wachstum keine zeitgemäße Antwort auf die aktuellen Probleme ist. Sie zeigen in ihrer Wachstumskritik auf, dass wir auch anders Arbeitsplätze schaffen, Bildung und Pflege organisieren, Armut bekämpfen und den Klimawandel stoppen können. Gemeinsam mit den TeilnehmerInnen erarbeiten sie daraus Visionen und Strategien für ein gutes Leben nach dem Wachstum – auch und gerade in der “Wetterau im Wandel”.

 

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