Bildung für Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz – Akteure vernetzen sich

Mit einer Auftaktveranstaltung wurde am Montag, dem 22. September 2014 in Berlin das Netzwerk „Bildung für Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz (BilRess)“ vorgestellt.

In der Begrüßung der Teilnehmerinnen und -teilnehmer der Netzwerk-Auftaktveranstaltung gab Reinhard Kaiser, Unterabteilungsleiter „Ressourceneffizienz und Bodenschutz“ des Bundesumweltministeriums, zunächst eine Einführung in die Relevanz der Themen – auch in Bezug auf das deutsche Ressourceneffizienzprogramm ProgRess. Die Nutzung natürlicher Ressourcen in globalen Wirtschaftsketten, vor allem vorangetrieben durch Produktion für weltweit führende Industrienationen aber zunehmend auch für wachsende und sich entwickelnde Nationen, übersteigt ein zukunftsfähiges Niveau. Die Steigerung der Ressourceneffizienz und Ressourcenschonung ist eine Notwendigkeit für einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt, auch im Hinblick auf die globale Gerechtigkeit. Langfristig gesehen soll durch eine weitestgehende Entkopplung des Wirtschaftswachstums vom Ressourceneinsatz die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft gesichert werden. In Anbetracht der Komplexität dieses Vorhabens wird die Relevanz der Bildung und Förderung von kompetentem Nachwuchs, sowie einer Veränderung in den Köpfen der Gesellschaft, deutlich.

Die Projektleiterin des vom BMU und BMBF geförderten Forschungsprojekt „Bildung für Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz (BilRess)“ Dr. Carolin Baedeker vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH stellte in einem kurzen Vortrag den Status-Quo des Projektes vor und präsentierte in Kürze die bisherigen Forschungsergebnisse. Es gibt bereits zahlreiche positive Beispiele einer Bildung für Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz, diese wurden durch Literatur- und Internetrecherchen sowie ExpertInneninterviews und Fokusgruppen identifiziert und zusammengetragen. Im Ausblick soll es nun darum gehen, bestehende Initiativen in allen Bildungsbereichen durch ein professionell verankertes Netzwerk systematisch miteinander zu verknüpfen.

 

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung hatten die Teilnehmenden aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft mehrere Möglichkeiten ihr Expertenwissen und ihre Meinung einzubringen. Im sogenannten BilRess-Slam meldeten sich mehrere der Teilnehmer und TeilnehmerInnen zu Wort und lieferten eine Einschätzung dazu, was nötig sei, um die Themen Ressourceneffizienz und Ressourcenschung weiter voranzutreiben. Auch während den Themeninseln zu den einzelnen Bildungsbereichen diskutierten die Teilnehmerinnen in Gruppen über die Stärken, Schwächen, Chancen und Herausforderungen der Bildung für Ressourceneffizienz und Ressourcenschonung im jeweiligen Bildungsbereich. Diese Ergebnisse fließen gemeinsam mit den bisherigen Forschungsergebnissen in die Roadmap zu Stärkung einer Bildung für Ressourceneffizienz und Ressourcenschonung ein.

Nach der Mittagspause diskutierten Dr. Kora Kirstof des Umweltbundesamtes, Achim Beule des Ministerums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, Barbara Hemkes des Bundesinstitutes für Berufsbildung, Prof. Dr. Mario Schmidt der Hochschule Pforzheim und Prof. Dr. Christa Liedtke des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie GmbH zum Thema „Ressourcenbildung – Randthema ohne Ressourcen?“. Die DiskutantInnen betonten, dass das Thema Ressourceneffizienz und Ressourcenschonung eines der zentralsten Herausforderungen der heutigen Zeit sei und dass Bildung dabei eine zentrale Rolle spiele. Um das Thema in der Bildung weiter voranzutreiben gebe es jedoch unterschiedliche Herausforderungen für die verschiedenen Akteure, welche in ihren jeweiligen Arbeits- und Handlungsfeldern, mit gleichermaßen komplexen praxisrelevanten Anforderungen zu kämpfen haben. Das Netzwerk kann in diesem Zusammenhang vor allem dazu beitragen, Informationen und Materialien für eine Bildung für Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz zentral zu sammeln, um den Zugang zu dem Thema für eine Reihe an unterschiedlichen Akteuren zu vereinfachen. Die Verknüpfung der Akteure und der dabei entstehende Informationsaustausch kann langfristig das Wissen erweitern und Akteure stärken.

Abschließend fasste Dr. Harald Bajorat des Bundesumweltministeriums die Auftaktveranstaltung zusammen. Er lobte das rege Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und deren intensive Beteiligung an den Diskussionen. Die Relevanz der  Themen Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz ist bereits in verschiedenen Kreisen angekommen, das Engagement verschiedenerer Akteure – auch ersichtlich durch die 110 Anmeldungen zur Auftaktveranstaltungen – gibt dabei einen hoffnungsvollen Ausblick. Er ermutigte die Teilnehmerinnen darin, das BilRess Netzwerk aktiv zu nutzen und dabei zu unterstützen, es weiter wachsen zu lassen.

 

Die Ergebnisse der Veranstaltung werden nun intern aufgearbeitet und mit weiteren Planungen abgestimmt. Die Inhalte und Ergebnisse der Auftaktveranstaltung werden in einer Dokumentation in Kürze auf der Homepage www.bilress.de veröffentlicht.

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