Führt Nutzen statt Besitzen zu einer ressourcenleichteren Konsumkultur?

Neues Forschungsprojekt NsB-Ress

Diese und weitere Fragen stellen das Faktor 10 – Institut für nachhaltiges Wirtschaften gGmbH, das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie GmbH und das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit gGmbH im Rahmen des Projektes Nutzen statt Besitzen – Sozio-technische Ressourceneffizienz- und Diffusionspotenziale ausgewählter Angebotsformen. Antworten sollen zwischen August 2015 und Juli 2017 – der Laufzeit des Projektes “Nutzen statt Besitzen – Sozio-technische Ressourceneffizienz- und Diffusionspotenziale ausgewählter Angebotsformen (NsB-Ress)” – gesucht und gefunden werden.
 
Kleidertausch

Jeder oder jede von uns ist mit Sicherheit schon mit der ein oder anderen Form von gemeinschaftlichem Konsum, Nutzen statt Besitzen (NsB) oder Sharing in Verbindung gekommen. Sei es klassisch in der Bibliothek, auf einer nachbarschaftlichen Kleidertauschparty oder während der Fahrt nach Berlin in einer Fahrgemeinschaft. Teilweise sind diese Konsumformen und Angebote nicht einmal neu. Doch sie erhalten seit einigen Jahren Auftrieb durch neue Kommunikations- und Verbreitungsmedien wie Social Networks, Handys, Apps etc. Ein Thema also, das es zu beachten gilt, und das nicht nur, weil diese Angebote uns helfen, Geld zu sparen oder unser Leben zu erleichtern. Auch Ressourceneinsparungen können ein Vorteil dieser Angebote sein, wenn diese nicht durch sogenannte Reboundeffekte wieder zunichte gemacht werden.

 

Hier setzt das Projekt NsB-Ress, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, an. Zum einen soll eine Bestandsaufnahme einen Überblick über die Vielfalt der (zukünftig) markrelevanten Nutzen statt Besitzen-Angebote liefern. Zum anderen soll ein Teil dieser identifizierten Angebote (20 in Zahlen plus 4-6 Fallstudien) im Nachgang auf deren Ressourceneffizienzpotenziale sowie Diffusionspfade untersucht werden. Durch diese Analysen sollen Aussagen darüber ermöglicht werden, was Erfolgsfaktoren für NsB-Angebote sind, wie diese ressourcenleicht gestaltet werden können und welche (Rebound-)effekte einer positiven Wirkung der Konzepte im Wege stehen.

 

Am Ende dieses Projektes stehen Handlungsempfehlungen für die untersuchten NsB-Angebote, die an die Hauptakteure – Politik, Wirtschaft und Verbraucher/-innen – gerichtet sind, damit letztlich das Potenzial von Nutzen statt Besitzen, Ressourcen zu schonen, voll ausgeschöpft werden kann.

 

 

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