Kommen Rührgeräte in den Himmel?

Film über Nachhaltigkeit ab 31. März 2017 als Kauf-DVD erhältlich

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“Wo und unter welchen Bedingungen wird der größte Teil unserer Gebrauchsgegenstände heute hergestellt? Warum werfen wir vieles davon schon nach wenigen Jahren wieder auf den Müll? Können wir zu einem Ding, dem nur eine geringe Lebenserwartung vergönnt ist, noch eine respektvolle Beziehung entwickeln?”

 

So die Fragen, die der Dokumentarfilmer Reinhard Günzler aufwirft. Der Held seines Films heißt RG 28 und ist ein Rührgerät aus DDR-Produktion – ein Gerät, das auf Langlebigkeit und gute Reparierbarkeit hin entwickelt wurde und damit wichtige Eigenschaften einer nachhaltigen Produktions- und Konsumweise erfüllt. Die Geschichte rund um dieses Gerät wird stellvertretend für die Debatten um Wachstum, Konsumismus und geplante Obsoleszenz erzählt, und dies durchaus charmant, wenngleich recht konventionell.

 

Die Fokussierung des Films auf die Aspekte der Langlebigkeit und Reparierbarkeit ist jedoch auch eine seiner Schwächen: Er bildet damit einen wichtigen, aber eben auch recht begrenzten Teilbereich einer nachhaltigen Entwicklung ab. Damit löst er das Versprechen aus seinem Untertitel – “ein Film über Nachhaltigkeit” – leider nicht ein. Zudem ließ die recht penetrante Ostalgie, die den gesamten Film durchweht, beim Rezensenten einen leichten Braunkohlenqualmgeschmack auf der Zunge zurück.

 

Wertung:

Filmwertung "Kommen Rührgeräte in den Himmel?" 5 von 10

 

Der Dokumentarfilm KOMMEN RÜHRGERÄTE IN DEN HIMMEL? von Reinhard Günzler erscheint am 31. März 2017 als Kauf-DVD bei good!movies/GMfilms/Vertrieb: Indigo.

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